Der Blog von
Alexander Schattenberg

Logbuch 54°N – Ausgabe 2, Mai 2014

LOGBUCH 2-2014
Ja, das zweite Logbuch erscheint in diesen Tagen. Dieses kreative Kundenmagazin wird herausgegeben von den wunderbaren Fotografen Friedrun Reinhold, Mareike Suhn und Christian Geisler.
Diesmal auch mit einem Artikel von mir über „Klang und Zeit“ auf den Seiten 36/37.
Als e-Paper ist es HIER schon zu sehen…
Logbuch 54°N – Heft 2, Mai 2014

Die häufigsten Vorurteile bei Hypnose

1. Einleitung durch den hypnotischen Blick und Beschwörungen
Fast immer treffe ich auf die Meinung, Hypnose wird durch den Blick des Behandlers eingeleitet. Hier wird den Augen magische Kraft zugesprochen, der man sich nicht entziehen kann. Es ist nicht mein Blick, sondern deine Mitarbeit und Kommunikation, die Hypnose ermöglicht und so effektiv macht.
 
2. Unter Hypnose verliert man seine Kontrolle
Sehr viele fühlen sich bei dem Gedanken an Hypnose unwohl, weil sie damit die Vorstellung verbinden, dem Hypnotiseur ausgeliefert zu sein. Hypnose arbeitet jedoch mit der Vorstellungsfähigkeit und Bereitschaft des Klienten, für sich selbst tätig zu sein. Du bist zu jedem Zeitpunkt voll bei Bewusstsein. Und das ist oberstes Gebot, da es ja um DICH geht.
 
3. Willensbeeinflussung unter Hypnose
Jeder denkt dabei an spektakuläre Showhypnose aus dem Fernsehen, wo unglaubliche Dinge in absoluter Bewusstlosigkeit passieren. Solch eine tiefe Trance ist bei der therapeutischen Hypnose vollkommen uninteressant, da es auf deine Mitarbeit ankommt. Der Wille kann unter Hypnose keinesfalls ausgeschaltet werden.
 
4. Erinnerungsverlust
Ja, das kann passieren, wenn sich der Klient bewusst in einen ganz tiefen, entspannten Trancezustand begibt, aber deswegen bist du trotzdem nicht zu manipulieren. Das Unterbewusstsein schützt dich zu jedem Zeitpunkt der Hypnose und nimmt nur die Suggestionen auf, die für dich auch stimmig sind.
 
5. Hypnose als schnelles Allheilmittel
Ja und Nein….. schon nach der ersten Sitzung tritt in der Regel eine positive Veränderung ein, die individuell ausgeprägt ist, so dass es vorkommt, dass sich das Thema bereits in einer Sitzung vollkommen auflöst. Hypnose ist allerdings auch eine wunderbare Möglichkeit der Begleitung. Bitte bedenke, wie lange dich dein Thema schon belastet. Die Hypnose ist eine sehr wirksame Methode, sie braucht ihre Zeit und vor allem deine Mitarbeit.
 
6. Hypnotisierbarkeit ist Willensschwäche
Ob und wie gut jemand zu hypnotisieren ist, hängt nicht von seinem Willen ab, sondern ob du Vertrauen zu mir hast, bereit bist, dich einzulassen und loslassen kannst.
 
7. Hypnose ist gefährlich
Ich werde immer wieder gefragt, ob man von alleine aus der Hypnose aufwachen kann, auch ohne Ausleitung? Ja, jeder kommt ins Wachbewusstsein zurück, in der Regel erholter und entspannter als zuvor. Ich gebe dir den Rahmen und bin zu jedem Zeitpunkt an deiner Seite.
 
Es gibt ein paar Kontraindikationen, wo die Hypnose nicht eingesetzt werden sollte. Dazu dient ja das Vorgespräch. Hier können wir alles klären und besprechen, was dich erwartet.

Adventskalender: 24. Dezember

Perfekte Weihnachten

Ich wünsche mir (mal wieder) ein perfektes Weihnachtsfest. Jep, und wann ist es das? Ist das wirklich perfekt, wenn ich es allen recht mache, und keine Zeit habe, auf mich selbst zu achten? Ist das perfekt, wenn mir in der Küche keine Fehler unterlaufen, mein Gehirn aber vor lauter salto mortale kaum noch weiß, wo die Tür ist? Ist das perfekt, wenn meine Kleidung keinerlei Fettspritzer aufweist, ich aber nach dem Umziehen sofort Schweißflecken habe.
Jetzt weiß ich, was perfekt für mich ist:
Ich muss es niemandem recht machen. Ich habe genug damit zu tun, es mir recht zu machen. Es ist ein perfektes Weihnachten, wenn es mir gut geht und dann geht es auch allen anderen gut und selbstverständlich entsteht ein großartiges Essen, wenn ich entspannt mit mir bin. Nichts und niemand muss anders sein, als er/sie gerade ist, damit es mir gut geht. Ich selbst darf achtsam mit mir sein.
Und jetzt umarme ich jeden einzelnen von euch weihnachtlich und wünsche euch perfekte Weihnachtstage und ein gigantisch glückliches, neues Jahr 2014.

Adventskalender: 23. Dezember

Es darf auch mal leicht sein.

Heute, erster richtiger Urlaubstag. Ich genieße das zeitlose Aufstehen, genieße es, gemütlich Brötchen zu holen. Mit großer Freude decke ich den Frühstückstisch mit Frühstücks-Ei, neuen Marmeladen, Soja-Joghurt wie wir ihn lieben und natürlich mit Kerzen. Der Kaffeeduft zieht durch die Räume. Und dann völlig zeitlos das erste Frühstück der Urlaubszeit. Jeden Bissen zelebrieren. Jeden Schluck genussvoll schlürfend. Zeitlos in die Kerzen blicken und

träumen – atmen – sein.



Was für ein wunderbarer Moment. Ja, es darf auch mal leicht sein, achtsam mit sich zu sein.

Adventskalender: 22. Dezember

Bremslichter

Für alle, die heute oder in diesen Tagen unterwegs sind.
Bremslichter eignen sich hervorragend als Lichter der Achtsamkeit. Mit ihren roten Augen grinsen sie uns geradezu an und fordern uns auf, achtsam zu sein.

Lichter sehn – atmen – lächeln



Auf diese Weise kann sogar jeder Stau zu einem Vergnügen werden. Autofahren um genießen, Auto zu fahren. Den Weg genießen, ohne auf das Ankommen fixiert zu sein. Wer weiß, was ich alles entdecke, wenn ich bremsen muss, langsamer werde, oder anhalte?
Vielleicht entdecke ich einfach – MICH. 😉

Adventskalender: 21. Dezember

Schlange der Achtsamkeit

Was würde mich heute am meisten stressen? Worauf hab‘ ich heute überhaupt keine Lust? Heute, an meinem ersten freien Tag, keine Termine, einfach nur auf Weihnachten freuen. Doch – EINKAUFEN. Die Wahrscheinlichkeit heute überall, z.B. an der Käsetheke, an der Kasse, Schlangen von wartenden Menschen vorzufinden, ist richtig groß. Und da hab ich ehrlich gesagt überhaupt keine Lust drauf. Die Sache mit „mal eben schnell“ einkaufen gehn, kann ich wahrscheinlich schon im Ansatz vergessen. Und dann die Schlange bei der Post!!! Ich stand neulich schon beim Anstellen VOR der Eingangstür. Und da hab‘ ich sie entdeckt, die „Schlange der Achtsamkeit“. Ich habe die Zeit für mich genutzt, bewusst geatmet und gelächelt. Das Warten war für mich überhaupt kein Problem mehr, und ich glaube, ich war auch ziemlich schnell am Schalter, aber selbst das war ja völlig unerheblich.
Also mache ich heute JEDE Schlange für mich zu einer „Schlange der Achtsamkeit“, freue mich auf den Tag und genieße meine Vorfreude auf Weihnachten.

Adventskalender: 20. Dezember

Verabredung mit meiner Treppe

Ich habe eine wunderbare Übung von Thich Nhat Hanh übernommen, der sich mit der Treppe zu seiner Einsidelei in „Plum Village“ verabredet hat.
Für mich ist diese Übung immer wieder eine Herausforderung und mit „mal eben“ funktioniert sie gar nicht für mich. Ich brauche von mir, dass ich mich wirklich darauf einlasse.

Bevor ich die erste Stufe betrete, atme ich. Dann nehme ich jede Stufe in Achtsamkeit, Stufe für Stufe, Schritt für Schritt, einatmen – ausatmen.


Und wenn ich bemerke, dass mein Geist abschweift, gehe ich zur ersten Stufe zurück und beginne von vorn.
Das macht schon Spaß, und – es gibt Tage, da habe ich Mühe, in dieser Ruhe zu sein. Wenn ich dann oben bin, bin ich richtig stolz auf mich, voller Ruhe und Energie.
Viel Freude beim Ausprobieren.