Der Blog von
Alexander Schattenberg

Alles aus ‘Adventskalender 2013’

Adventskalender: 24. Dezember

Perfekte Weihnachten

Ich wünsche mir (mal wieder) ein perfektes Weihnachtsfest. Jep, und wann ist es das? Ist das wirklich perfekt, wenn ich es allen recht mache, und keine Zeit habe, auf mich selbst zu achten? Ist das perfekt, wenn mir in der Küche keine Fehler unterlaufen, mein Gehirn aber vor lauter salto mortale kaum noch weiß, wo die Tür ist? Ist das perfekt, wenn meine Kleidung keinerlei Fettspritzer aufweist, ich aber nach dem Umziehen sofort Schweißflecken habe.
Jetzt weiß ich, was perfekt für mich ist:
Ich muss es niemandem recht machen. Ich habe genug damit zu tun, es mir recht zu machen. Es ist ein perfektes Weihnachten, wenn es mir gut geht und dann geht es auch allen anderen gut und selbstverständlich entsteht ein großartiges Essen, wenn ich entspannt mit mir bin. Nichts und niemand muss anders sein, als er/sie gerade ist, damit es mir gut geht. Ich selbst darf achtsam mit mir sein.
Und jetzt umarme ich jeden einzelnen von euch weihnachtlich und wünsche euch perfekte Weihnachtstage und ein gigantisch glückliches, neues Jahr 2014.

Adventskalender: 23. Dezember

Es darf auch mal leicht sein.

Heute, erster richtiger Urlaubstag. Ich genieße das zeitlose Aufstehen, genieße es, gemütlich Brötchen zu holen. Mit großer Freude decke ich den Frühstückstisch mit Frühstücks-Ei, neuen Marmeladen, Soja-Joghurt wie wir ihn lieben und natürlich mit Kerzen. Der Kaffeeduft zieht durch die Räume. Und dann völlig zeitlos das erste Frühstück der Urlaubszeit. Jeden Bissen zelebrieren. Jeden Schluck genussvoll schlürfend. Zeitlos in die Kerzen blicken und

träumen – atmen – sein.



Was für ein wunderbarer Moment. Ja, es darf auch mal leicht sein, achtsam mit sich zu sein.

Adventskalender: 22. Dezember

Bremslichter

Für alle, die heute oder in diesen Tagen unterwegs sind.
Bremslichter eignen sich hervorragend als Lichter der Achtsamkeit. Mit ihren roten Augen grinsen sie uns geradezu an und fordern uns auf, achtsam zu sein.

Lichter sehn – atmen – lächeln



Auf diese Weise kann sogar jeder Stau zu einem Vergnügen werden. Autofahren um genießen, Auto zu fahren. Den Weg genießen, ohne auf das Ankommen fixiert zu sein. Wer weiß, was ich alles entdecke, wenn ich bremsen muss, langsamer werde, oder anhalte?
Vielleicht entdecke ich einfach – MICH. 😉

Adventskalender: 21. Dezember

Schlange der Achtsamkeit

Was würde mich heute am meisten stressen? Worauf hab‘ ich heute überhaupt keine Lust? Heute, an meinem ersten freien Tag, keine Termine, einfach nur auf Weihnachten freuen. Doch – EINKAUFEN. Die Wahrscheinlichkeit heute überall, z.B. an der Käsetheke, an der Kasse, Schlangen von wartenden Menschen vorzufinden, ist richtig groß. Und da hab ich ehrlich gesagt überhaupt keine Lust drauf. Die Sache mit „mal eben schnell“ einkaufen gehn, kann ich wahrscheinlich schon im Ansatz vergessen. Und dann die Schlange bei der Post!!! Ich stand neulich schon beim Anstellen VOR der Eingangstür. Und da hab‘ ich sie entdeckt, die „Schlange der Achtsamkeit“. Ich habe die Zeit für mich genutzt, bewusst geatmet und gelächelt. Das Warten war für mich überhaupt kein Problem mehr, und ich glaube, ich war auch ziemlich schnell am Schalter, aber selbst das war ja völlig unerheblich.
Also mache ich heute JEDE Schlange für mich zu einer „Schlange der Achtsamkeit“, freue mich auf den Tag und genieße meine Vorfreude auf Weihnachten.

Adventskalender: 20. Dezember

Verabredung mit meiner Treppe

Ich habe eine wunderbare Übung von Thich Nhat Hanh übernommen, der sich mit der Treppe zu seiner Einsidelei in „Plum Village“ verabredet hat.
Für mich ist diese Übung immer wieder eine Herausforderung und mit „mal eben“ funktioniert sie gar nicht für mich. Ich brauche von mir, dass ich mich wirklich darauf einlasse.

Bevor ich die erste Stufe betrete, atme ich. Dann nehme ich jede Stufe in Achtsamkeit, Stufe für Stufe, Schritt für Schritt, einatmen – ausatmen.


Und wenn ich bemerke, dass mein Geist abschweift, gehe ich zur ersten Stufe zurück und beginne von vorn.
Das macht schon Spaß, und – es gibt Tage, da habe ich Mühe, in dieser Ruhe zu sein. Wenn ich dann oben bin, bin ich richtig stolz auf mich, voller Ruhe und Energie.
Viel Freude beim Ausprobieren.

Adventskalender: 17. Dezember

Achtsamkeitsmomente sammeln

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(Foto von Christian Geisler)

Ich sammle heute „Achtsamkeitsmomente“. Ich erinnere mich, achtsam zu sein und genieße diesen Moment und spüre, wie reich jeder einzelne Moment sein kann.

Adventskalender: 16. Dezember

Ein kleiner Weg

Eine Übung, die ich sehr mag und immer wieder mache, ist:

„Setze deine Schritte in Achtsamkeit“



Ganz bewusst setze ich meine Füße Schritt für Schritt und atme dabei. z.B. beim Gang zum Kühlschrank, beim Müll wegbringen, die Schritte ins Bad, oder auch beim Weg zum Auto. Ich kann es immer machen. Morgens finde ich es für mich besonders wichtig. Gerade in der letzten Woche sah ich Andreas im Stechschritt durch die Wohnung gehen, bevor er selbige verlassen hat. Das hat mich wieder achtsam mit mir selber werden lassen. Ich gehe ruhiger in den Tag, wenn ich morgens meine Schritte in Achtsamkeit mache. Ich spüre mich, und das tut mir gut.

Adventskalender: 15. Dezember

Sei gut zu DIR

Heute, Sonntag der 3. Advent, ist ein guter Tag, achtsam mit mir selbst zu sein.
Was ist dran? Was tut mir heute gut? Ich MUSS gar nichts und darf doch alles tun oder eben lassen. Mir wird gerade mal wieder klar, dass allein dadurch, dass ich das „ich muss“ durchstreiche und durch „ich kann“ bzw. „ich darf“ ersetze, so viel Raum und Entspannung in mir entsteht. Also frage ich mich:

Worauf habe ich JETZT Lust?



Ein genussvoller Tee – voller Freude Weihnachtskarten basteln – Steuererklärung abhaken – Blumen gießen und ihr Wachstum beachten – Kerze anzünden und in der Flamme träumen…
Gleich werde ich es sehen, wenn ich aufstehe und es JETZT tue.